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70% Behindert und wurde gemobbt

70% Behindert und wurde gemobbt

von testie » Donnerstag 15. Juni 2017, 19:22

.Ich bin 70% Behindert. Von Juli 2015 bis September 2016 gab Streit wegen Ablehnung der Gehaltkürzung und Prämien

Herrn Dirk : Geschäftsinhaber. Name geändert
Herrn Bernard: Vater von Perters Dirk Einzelprokura. Name geändert
Herrn Günter : Geschäftsführer Name geändert
Herrn Pierot: ein Vertriebsmitarbeiter wie ich Name geändert
Herrn Hempelman ein Vertriebsmitarbeiter wie ich Name geändert
Herrn Marcello einer Vertriebsmitarbeiter aus Frankreich Name geändert
Herrn Carlo ein Italiener, der meine Stelle übernommen hat Name geändert
E-Mail in rote markiert vorhandene Emails

Ich bin seit 13 Jahren bei XY Gmbh beschäftigt, betreue den italienischen, belgischen und französischen Markt als Exportleiter (ich spreche beide Sprachen) Seit Juli 2015 als ich die Gehaltskürzung nicht akzeptierte, fing Bernard an mich zu beleidigen, bedrohen und zu mobben zu Unrecht und keiner hat ihn nur im Entferntesten gestoppt.

Der Anfang: Bernard sagte in einem Meeting Anfang Juli 2015 an der Regattabahn in Duisburg, dass mein Gehalt, von Herrn Pierot und das von Herrn Timis, gekürzt werden soll. Herrn Hempelman (ein Verwandter von ihm) bekommt mehr Geld. Unsere vertraglich vereinbarten Prämien werden auch gestrichen und wer die Entscheidung nicht akzeptiert, soll zum Arbeitsgericht gehen und wird gekündigt. Zeugen: 5 Personen vom Unternehmen. Der Geschäftsführer und Geschäftsinhaber hatten die gleiche Meinung wie er. Ich war sprachlos und fand das unmöglich.

Am 27. Juli schrieb Bernard eine E-Mail. Mein Gehalt und von Pierot um 1500 € gekürzt werden soll. Mein Gehalt wurde im Monat Juli und August 2015 trotz 1.850.000 € Gewinn für das Unternehmen XY in 2014, ohne die außerplanmäßige Abschreibungen andere Unternehmen um 1.500 € pro Monat gekürzt. Bei anderen Mitarbeitern wurde das Gehalt erhöht. Als ich einen Anwalt genommen habe, schrieb mir Bernard eine Email am 05 August 2015 mit Bedrohung: wenn Sie die Gehaltskürzung nicht akzeptieren, werden wir uns einen Anwalt nehmen, um unseren Standpunkt durchzusetzen. Damit ist der Betriebsfrieden mit ihnen gestört und es wird mit einer Freistellung und einem Prozess enden. Das Firmenauto wird eingezogen.

In einem Gespräch mit Herrn Bernard und Dirk habe ich gesagt, dass ich gütige Verträge habe und keiner einfach meinen Vertrag ändern darf wie er will. Die Antwort von Bernard war: Ihre Verträge können Sie mit ihrem Hintern abwischen. Wenn Sie damit nicht einverstanden, wird das ein langer Prozess. Das Geld dafür habe ich. Sie haben nur das Glück in Italien zu verkaufen, (das Land wo das Unternehmen größter Umsätze machte) Was Sie tun kann sogar ein Pizzabäcker machen. Sie möchten das Unternehmen in den Ruine bringen mit Ihrer Geldgierigkeit. Hier werden Sie keine Ruhe mehr haben und werde ich Sie fristlos kündigen (sehr freundlich) nur weil ich auf mein vertragliches Recht bestehe?? Bernard hat mich sogar im Gespräch 100.000 € angeboten, um meinen Arbeitsvertrag aufzulösen. Ich habe das nicht akzeptiert, weil ich im Unternehmen gerne weiter arbeiten wollte.

Bevor ich einen Anwalt genommen habe, habe ich Dirk (Firmeninhaber) in Paris nach einem Kundenbesuch gebeten, dass er mit seinem Vater sprechen solle meine Verträge zu achten, weil ich die Gehaltkürzung nicht akzeptieren werde. Ich habe mir wirklich gewünscht, dass wir darüber sprechen um Streit zu vermeiden- Seine Antwort war: "Ich kann nichts tun und auch nicht entscheiden" Er wollte nicht darüber sprechen. Zeuge Herr Marcello. Ich habe mit Herrn Günter als Geschäftsführer auch in seinem Büro darüber gesprochen, aber es kam leider auch die gleiche Antwort dabei heraus, was mich sehr verärgerte. Dann hatte ich keine andere Wahl außer einem Anwalt zu nehmen, um meine Rechte durchzusetzen.

Nach der Reise aus Paris fragte mich Günter : Bernard möchte wissen, ob Du die Gehaltkürzung akzeptiert hast? Herrn Günter wollte auch wissen wie das Gespräch mit Dirk in Paris über das Thema Gehaltkürzung war: Ich erwiderte: Herrn Dirk sagte, dass er nichts machen kann. Ich werde aber keine Gehaltkürzung akzeptieren. Herrn Bernard kann aber machen was er will. Plötzlich erhielt ich eine Email von Bernard, dass zwischen Günter und mir eine Einigung gab und ich die Gehaltskürzung akzeptiert hätte. Ich antwortete per Email und wiederholte, was ich gesagt habe und ihm mittgeteilt, dass es keine Einigung gab und für mich die Gehaltkürzung immer noch inakzeptable sei.

Bernard antwortete per Email: Ihre Frechheit und Ausdrucksweise lasse ich mir nicht mehr gefallen. Ab Montag 24.08.2015 8:30 stellen Sie bitte das durch Sie genutzte der XY gehörende Firmenfahrzeug auf dem Betriebsparkplatz ab. Die nunmehr zuletzt Gehaltkürzung bleibt aus wirtschaftlicher Notwendigkeit bestehen.

Ich musste zum Anwalt rennen bis das Unternehmen mir mein Gehalt wieder wie einst vereinbart auszahlte. Eine Woche vor dem Gerichttermin hat Bernard und Dirk mir mittgeteilt das Gehalt weiterbezahlt würde wie vereinbart. Ich habe meinen Anwalt angerufen und ihm gesagt, dass er den Gerichttermin annullieren soll. Danach habe ich keine Ruhe mehr in der Firma. Bernard rief mich ständig im Büro an und fragte mich was ich den ganzen Tag mache. Sie verdienen zu viel Geld für nicht tun, Geldgierig, faules Schwein usw… Ich habe nie auf seine Provokation reagiert, weil ich keine Unruhe in der Firma wollte und gehofft dass er aufhört. Ich hatte Angst in die Firma zu gehen und wurde sehr oft krank. Magenschmerzen, Schlaflosigkeit und ständig Kopfschmerzen. Er hatte mich provisiert und alles versucht mich fristlos zu Kündigen.




Zwischendurch war ich krankgeschrieben: Günter rief mich an und wollte mich treffen. Ich traf ihn im Cafe Bolten auf der Münchener Straße 200 m von meiner Wohnung entfernt. Er wollte wissen was ist mit mir los ist. Ich habe ihm erzählt durch den ganzen Stress und Mobbing von Bernard und Dirk, habe ich Schlafstörung, Kopf- und Magenschmerzen und mich oft übergeben muss. Keine wollte mit mir sprechen, um den Streit zu beenden. Er sagte: Dirk möchte, wenn das Unternehmen XY mit dem Unternehmen XZ den Servicevertrag CAL abschließt, dass du das Unternehmen verlässt, weil unser Unternehmen den italienischen Markt das Unternehmen XZ überlassen würde und Marcello den französischen Markt übernehmen solle. (Marcello war ein Mitarbeiter aus Frankreich der gekündigt hat, weil Bernard sein Gehalt um 50% kürzen wollte) Ich war erst geschockt, fühlte mich benutzt und sagte: "Kein Problem. Wir können darüber sprechen, wenn es soweit ist." Der Vertrag kam nicht zustande, weil das Material viel zu staubig war, was der Kunde in Frankreich nicht weiter bearbeiten konnte. Sonst hätte das Unternehmen mich gekündigt. Dirk sagte: Günter möchte wissen, wann du ( nach Hause Senegal ) zurückkehren würde. Das soll ihn nicht interessieren sagte ich.

Das Unternehmen XY sollte mit dem Unternehmen XZ 3 Jahre Servicevertrag abschließen ca. 30.000 bis 40.000 T pro Jahr ( Monohydrat mit Magnesium Mischung) bei XY mischen lassen und ausschließlich an seinen Kunden in Frankreich liefern, weil XZ sein Werk in Frankreich geschlossen hat und keine Rohstoffe mehr hat um seinen Vertrag zu erfüllen. Dafür sollte XL dem italienischen Zementmarkt komplett XZ überlassen. XY hätte einen guten Preis für die Mischung und den französischen, Belgischen Markt erhalten und XZ könnte sein Verkaufspreis bei den Zementwerken in Italien erhöhen.

Mein Firmenwagen wurde bei mir zu Hause vor der Haustür gekratzt, eine DINA4 Papier rassistische Parolen geschrieben und auf die Autoscheibe geklebt. (die Anzeige liegt noch bei der Polizei) Ich sollte die Lackierungskosten selber bezahlen, weil der Schaden durch Vandalismus entstand. Zum Glück hat die Versicherung die Lackierungskosten von ca. 4000 € Kulanz übernommen. September 2016 bekam ich einen Brief mit rassistischen Parolen in meinem Briefkasten. (die Anzeige liegt auch noch bei der Polizei)

Meine Reisekosten: Rechnungen und Quittungen wurden von meinem Schreibtisch entfernt und ich musste mit viel Aufwand Kopien von den Rechnungen besorgen. Ich habe auch 195 € von den Rechnungen aus eigener Tasche bezahlt. Diese wurden mir nicht erstattet und musste eine eidesstattliche Erklärung für die gefehlten restlichen Rechnungen schreiben und unterschreiben.

Am 17 Dezember 2015 versuchte Bernard per email: meine Urlaub vom 24.12. 2015 bis 26.01.2016 zu streichen. Die Urlaube würden im Betrieb nicht mehr per Urlaubsantrag eingereicht, sondern es würde sich untereinander abgestimmt und dann die Personalabteilung mitgeteilt. Mein Anwalt musste handelt. Zeuge: Email
Ich habe mehrmals das Gespräch gesucht, den Streit zu beenden, leider keine Antwort. Danach habe ich Emails an Dirk und Günter geschrieben, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn das Unternehmen denkt, dass ist nicht mehr gebraucht werde oder teuer bin, sollen wir uns zusammensetzen und in Ruhe trennen. Die Antwort von Dirk war: dann kündigen Sie doch

Ende Januar 2016 sollte ich laut Vertrag eine Prämie von 15.000 € erhalten. Herr Günter sagte, das Unternehmen wird mir die vertragliche Prämie nicht bezahlen. Ich ging wieder zum Anwalt. Als er den Brief von meinem Anwalt erhalten hatte, schrieb er mir eine Email am 31.03.2016

1-Meine Leistung ist sehr schlecht, dass ich nicht mal meine Lohnkosten decken würde.
2-Ich habe absichtlich 35.019 Tonnen mit einem Verlust von 287.549.000 € verkauft um meine Provision zu erhalten.
3-Ich bin seit 2014 nicht mehr für den französischen Markt zuständig. usw. und nannte sogar Sein Sohn Dirk als Zeuge. Alle sind reine Erfindung.

Günter erzählte überall im Betrieb, dass er den Prozess bis zum Ende führt bis ich weg bin. faules Schwein, Geldgierig, kann er mich nicht mehr sehen usw... Dirk sagte auch "ich kann gehen. er braucht mich nicht."

Im April 2016 war ich krank und Günter hat eine E-Mail erhalten, dass ich in Argentinien gewesen wäre. Daraufhin fragte er den Anwalt, ob diese Email reichen würde um mich zu kündigen oder freizustellen. Erzählte mir Dirk. Die Anwältin sagte nein. Es wurde verlangt meinen Reisepass vorzuliegen, um zu beweisen ob das stimmt.

XY stellte einen neuen Mitarbeiter Herr Castor, der meine Stelle übernehmen sollte. Nach zwei Monaten hat er selber gekündigt. Danach meinte Günter XY soll einen Mitarbeiter der italienisch spricht einstellen, der mich ersetzen soll. Ein Italienischer Lehrer Herr Kreiber wurde eingestellt. Nach ca. 2 Monaten wurde er gekündigt.

Am 01.06.2016 bekam ich einen Brief von XY Anwältin, das Firmenfahrzeug bis zum 30.06.2016 abzugeben, weil der Leasingvertrag endet. (was nicht die Wahrheit entspricht) Trotz Vertragliche Vereinbarung und das Fahrzeugleasing am 30.06.2017 endet, habe ich das Fahrzeug am 30.06.2016 zurückgegeben. Das Fahrzeug ist bis heute noch in der Garage.

Anfang Juli 2016 sagte Günter: Dirk möchte, dass du alle Informationen, Produkte, Preise und Kundendaten Italien an Carlo abgibst. Was ich den ganzen Juli 2016 getan habe. Am 05 August mittags bei einem Meeting mit Dirk und Günter, sagte Dirk"der Vertrieb wird umstrukturiert, Carlo wird Italien übernehmen und für Frankreich werde ich einen Franzosen einstellen. Es gibt genügend günstige und qualifizierte Arbeitslose dort. Ich werde Sie nicht kündigen aber für andere Länder einsetzen wie Bulgarien, Albanien usw." Also mich weiter schikanieren bis ich keine Lust mehr habe und von alleine gehe. Er weiß ganz genau, dass dort keine oder kaum Geschäfte möglich sind seit 13 Jahre. Beim ersten Gerichttermin sagte Dirk : Die Anwältin wird den Termin verschieben das wird ein langer Prozess werden. Beim zweiten Gerichttermin sagte Dirk XY wird den Prozess verlieren aber wird in den Revision gehen. Dann haben wir uns gestritten. Am gleichen Tag hat Günter mit Ihrer Anwältin gesprochen, dass sie mit meinem Anwalt treffen soll. Bei dem Gespräch wurde beide Anwalt vereinbart, meine Prämie von 15.000 € zu bezahlen und mein Gehalt auf 500 € brutto wegen Nutzungsausfallentschädigung zu erhöhen. Es wurde auch vereinbart, daß Günter keine Befugnis mehr hat mir etwas zu sagen. Das war August 2016 Mein Prämien und die 500 € wegen Nutzungsausfallentschädigung des Pkws wurde Ende September 2016 bezahlt. Das ist nicht das erste Mal. Am 19.06. 2012 hatte ich auch einen Brief von Dirk erhalten, dass er die Prämie für 2012 nicht bezahlt wird.

Anfang September sagte Dirk, dass ich mit Carlo die Kunden und unser Lager in Italien besuchen soll und ihn vorstellt. Unsere Reise Anfang September, habe ich ihn den Kunden in Italien vorgestellt, so dass er auch den Markt, wie Dirk sagte übernehmen kann. Vor den Kundenbesuch hatte ich ihm schon in Duisburg alle Kundeninformationen, die er für den Markt braucht geben. Wie gesagt, vor Carlo wurden auch zwei andere Mitarbeiter, die aber zwischenzeitlich gekündigt wurden, eingestellt die meine Arbeitsstelle übernehmen sollten.

Am 02 und 08 September 2016 habe ich dem Geschäftsführer Günter und Dirk E-Mail geschrieben: Ich habe keine Lust mehr zum Anwalt oder Polizei zu rennen. Ich bin echt am Ende und kann einfach nicht mehr. Schlafstörung, Magenschmerzen usw.... Andauert Tabletten schlucken. Wir sollten uns zusammensetzen Lösung finden wie wir uns ohne Streit trennen. ( Keine Antwort) Die Überlegung war, dass ist sehr lang im Unternehmen, 52 Jahre alt und 70% Behindert bin, wenn wir ihn kündigen wird es teuer, deshalb wurde ich beleidigen, bedrohen und gemobbt (gehofft, dass ich alleine gehe) Die Firma kann nicht einfach denken, dass ich alles akzeptieren soll. Wofür ist ein Vertrag da? Um solche Situationen von vornherein zu vermeiden!

Ich wurde 15 Monate gemobbt, provoziert und schikaniert wann und wie sie Lust hatten. Ich habe nie eine Antwort gegeben, weil ich keine Unruhe in der Firma wollte. Ich leide immer noch darunter. Das ist der Grund u.a. meine Krankheit.

Am 26.04.2017 habe ich einen Brief zum BEM erhalten, was ich angenommen habe. Während des Gesprächs am 07.06.2017 wurden meine Erklärungen und Darstellungen der Situationen fehlerhaft, gar nicht oder mit Halbwahrheiten notiert. Im Protokoll wurde mir sogar Arbeitsverweigerung unterstellt und eine negative Gesundheitsprognose dargelegt. Ich sollte am 08.07.2016 das Protokoll unterschreiben. Ich habe in verschiedenen Formulierungen nicht gesagt und verlangt das Protokoll per Email. Ich habe das nochmal durchgelesen und zum Teil aus dem Protokollentwurf geändert. Es gab Meinungsverschiedenheit und das Protokoll wurde nicht unterschrieben. Nach meiner Ansicht, versucht das Unternehmen mit Ihrer Anwältin wegen meiner Fehlzeiten mich Krankbedingt zu kündigen. Aus diesem Grund habe ich den Geschäftsführer eine Email geschrieben und ihm gebetet um allen Interessen gerecht zu werden, diese zu wahren und zu vertreten, möchte ich eine neutrale Person vom Integrationsamt zu einem zweiten „BEM“ Gespräch einladen.

Ich versichere hier nur die Wahrheit und Tatsache gesagt habe. Ich brauche Ihre Meinung

Mit freundlichen Grüßen aus Duisburg
testie
 
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von christian.vedder » Montag 19. Juni 2017, 18:09

Hallo Testie,

dann will ich mal den Anfang machen. Sie haben viel beschrieben. Es ist immer schwer in einem Forum und ohne direkten Austausch so etwas zu beschreiben und zu besprechen. Für mich sieht es nach dem unfairen Versuch Ihres Arbeitsgebers aus, Sie fertig zu machen und letztendlich sind Sie ja nun auch bereit, auszusteigen und er hat fast schon was er will.
Ein BEM Gespräch ist hier wohl nur aus taktischen Gründen gemacht worden, um nachher bei einem Kündigungsverfahren sich nichts vorwerfen lassen zu müssen. Ich würde an Ihrer Stelle unverzüglich beim Integrationsamt vorsprechen und um ein Präventionsverfahren unter Beteiligung des Integrationsamtes bitten. Dazu empfehle ich den Kontakt zum Integrationsfachdienst um die Stesssituation mit einem erfahrenen Berater zu besprechen und sich auch Unterstützung zu holen.

Gibt es eine Schwerbehindertenvertretung und/oder einen Betriebsrat bei Ihnen?


Grüße
Christian Vedder
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von testie » Montag 19. Juni 2017, 18:22

Och bedanke mich sehr. Ich habe das Integrationsamt eingeschaltet und schon einen Termin zum BEM Gespräch. Ganz ehrlich alles was ich geschrieben habe ist wahr.
MfG
testie
 
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von testie » Montag 19. Juni 2017, 21:41

Hallo Vedder / Forum

Ich bedanke mich sehr für Ihre Antwort.

EINE FRAGE: Wer darf in einem BEM teilnehmen? Betriebsrat gibt es nicht im Unternehmen.

Geschäftsführer ??
Geschäftsinhaber ?
Personalabteilung?
Consulting der nur 2 Tage im Betrieb arbeitet und nicht von der Firma eingestellt. ?
Der Geschäftsinhaber und seinem Vater hatten mir das schon gesagt. Wenn Sie die Gehaltskürzung nicht einverstanden, werden wir Sie kündigen und wird das ein langer Prozess. Ich habe das Integrationsamt eingeschaltet und schon einen Termin zum BEM Gespräch erhalten. Am 07.06.2017 habe ich das erste BEM Gespräch und wurden meine Erklärungen und Darstellungen der Situationen fehlerhaft, gar nicht oder mit Halbwahrheiten notiert. Im Protokoll wurde mir sogar Arbeitsverweigerung unterstellt und eine negative Gesundheitsprognose dargelegt. Das nächste BEM ist das Integrationsamt dabei.

MfG
testie
 
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AW: 70% Behindert und wurde gemobbt

von Ulrich Römer » Dienstag 20. Juni 2017, 10:48

Hallo testie,
die Teilnehmer am BEM-Gespräch haben wir in unseren BEM-Handlungsempfehlungen beschrieben:
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das BEM durchzuführen. Er hat zunächst die Aufgabe, zu überprüfen, ob im Einzelfall die Voraussetzungen, die einen BEM-Prozess gemäß § 84 Absatz 2 Satz 1 SGB IX auslösen, gegeben sind (Dauer der Arbeitsunfähigkeitszeiten bezogen auf die letzten zwölf Monate), um dann das BEM-Verfahren durch eine erste Kontaktaufnahme mit der/dem Beschäftigten zu starten.
Der Arbeitgeber bleibt für den gesamten Ablauf des BEM-Prozesses (letzt-)verantwortlich, auch wenn er innerbetrieblich eine Einzelperson (den BEM-Beauftragten), ein BEM-Team, den Betriebsarzt oder die Schwerbehindertenvertretung mit der Durchführung der weiteren Verfahrensschritte, der Veranlassung von Maßnahmen (zum Beispiel ärztliche Untersuchungen, Einschaltung des beratenden Ingenieurs des Integrationsamts) beauftragt hat.

Es wäre somit alles möglich. Geschäftsführer, Geschäftsinhaber, Vertreter der Personalabteilung, Consulting oder sogar ein externer Dienstleister könnten das Gespräch führen.

Nach der ganzen Vorgeschichte ist für mich aber fraglich, ob das wirklich BEM ist oder der Arbeitgeber es nur so nennt. BEM ist ein ergebnisoffenes Verfahren. Wenn der Arbeitgeber die Kündigungsabsicht schon so klar formuliert hat, was soll ein BEM-Gespräch da noch bringen?
Ulrich Römer

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von testie » Dienstag 20. Juni 2017, 11:45

Herr Römer
Ich bedanke mich für Ihre Antwort. Ich bin der gleiche Meinung, dass er eine Kündigungsgründ sucht nicht anderes
MfG
testie
 
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